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Сannabis Legalisierung & Sorten in Deutschland

Geschichte der medizinischen Verwendung von Cannabis

Cannabis ist vermutlich eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. So ist auch deren Verwendung als Heilpflanze für therapeutische Zwecke früh in der Geschichte verankert. Dokumentierte Hinweise über sowohl psychotrope als auch therapeutische Nutzungen gehen dabei bis zu 5000 Jahre zurück.

LEGALISERUNG VON
MEDIZINALCANNABIS IN DEUTSCHLAND

Vorgeschichte

Obwohl Cannabis in der Geschichte schon früh als Heilpflanze verwendet wurde, fehlte lange Zeit die Akzeptanz Cannabis-basierter Medikamente.

Seit 2007 konnten Patienten eine Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle einreichen. Die Genehmigung dieser Erlaubnis erfolgte allerdings nur in Ausnahmefällen und entstehende Behandlungskosten mussten von den Patienten selbst getragen werden.

Im Laufe der Jahre nahm das Interesse gegenüber der Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken immer mehr zu und das therapeutische Potential rückte mehr und mehr in den Fokus neuer Forschungsansätze.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 bereitete den Weg für die Legalisierung von Cannabis als Therapieoption.

Aktuelle gesetzliche Lage

Am 19. Januar 2017 wurde das Gesetz zur Legalisierung von Cannabis für den medizinischen Gebrauch beschlossen und trat am 10. März 2017 in Kraft. Die Änderung betraf sowohl das Betäubungsmittelgesetz und die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung als auch das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuches.

Konkret haben sich dadurch folgende Neuerungen ergeben:

  • Cannabisblüten sowie daraus hergestellte Extrakte dürfen zu therapeutischen Zwecken verschrieben werden. Damit entfällt der zuvor erforderliche Antrag auf Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle.
  • Jeder niedergelassene Arzt kann Blüten und Extrakte in pharmazeutischer Qualität auf einem Betäubungsmittelrezept verschreiben. Zahnärzte und Tierärzte dürfen dagegen kein Cannabis verschreiben.
  • Die Kosten für die Behandlung werden bei Erfüllung bestimmter Vorgaben von den Krankenkassen übernommen

Damit eröffnet die Legalisierung von medizinischem Cannabis zu therapeutischen Zwecken neue Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung in Deutschland.

MEDIZINISCHES CANNABIS SORTEN

Botanik von Cannabis sativa L.

Die botanische Gattung Cannabis gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Aus wissenschaftlicher Sicht umfasst die Gattung Cannabis nur eine Art:
Cannabis sativa L. Oftmals ist jedoch auch eine Aufteilung in drei Cannabisarten zu finden:

Cannabis indica
Cannabis sativa
Cannabis ruderalis

Verschiedene Hybridisierungen aus Cannabis sativa und Cannabis indica werden heute genutzt, um Sorten verschiedenen Chemotyps zu generieren. Diese weisen entweder einen hohen THC- und niedrigen CBD-Gehalt, oder umgekehrt, einen hohen CBD-Gehalt und niedrigen THC-Gehalt auf. Der dritte Chemotyp ist eine intermediäre Form mit etwa gleichen Anteilen an THC und CBD.

Auch wenn sich diese Sorten in ihrem THC- und CBD-Gehalt unterscheiden, ist ihre Unterteilung nicht allein darauf zurückzuführen. Vielmehr dient zur Charakterisierung der Sorten die Gesamtzusammensetzung aus Cannabinoiden und Terpenen und das sich daraus ergebende chemische Profil.

Eine weitere Unterscheidung wird zudem zwischen medizinischem Cannabis (Medizinalcannabis) bzw. dem Rauschmittel und dem sogenannten Faserhanf oder Industriehanf (oft als Nutzhanf bezeichnet) getroffen. Faserhanf enthält dabei per Definition nicht mehr als maximal 0.2 % THC. Wie der Name schon andeutet, wird dieser insbesondere zur Gewinnung von Hanffasern verwendet. Deren Samen werden zudem unter anderem für Lebensmittel (z.B. Hanföl) und Kosmetika eingesetzt.

Es gibt sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen. Für medizinische Zwecke werden aufgrund der höheren Menge an Cannabinoiden hauptsächlich die Blüten der weiblichen Pflanze verwendet. Die Wahl der jeweiligen Cannabis Sorten für die medizinische Verwendung hängt von der chemischen Zusammensetzung der Pflanze und der zu behandelnden Indikation des Patienten ab. Ein Überblick über aktuelle medizinische Cannabis Sorten ist unter anderem auf der Homepage verschiedener Apotheken und Cannabis-Verbänden zu finden.

ENDOCANNABINOID SYSTEM

Das Endocannabinoidsystem (ECS) ist ein biologisches System unseres Körpers, welches mit körpereigenen (endogenen) Cannabinoiden interagieren kann und so lebenswichtige Prozesse reguliert. Diese Interaktion ist allerdings nicht nur auf Endocannabinoide begrenzt: auch pflanzliche Cannabinoide, sogenannte Phytocannabinoide, können mit diesem System wechselwirken. Das ECS ist somit die biologische Grundlage dafür, dass extern zugeführte Cannabinoide ihre Wirkung in unserem Körper entfalten können.

Im Wesentlichen besteht das Endocannabinoidsystem (ECS) aus drei Komponenten:

  • körpereigene endogene Cannabinoide wie Anandamid (N- Arachidonylethanolamid, AEA) und 2- Arachidonylglycerol (2-AG)
  • anabolische und katabolische Enzyme für Synthese und Abbau der Cannabinoide
  • spezifische Rezeptoren der Cannabinoide (CB1-und CB2-Rezeptoren)

Das ECS nimmt vor allem eine essenzielle Rolle in der Modulation neuronaler Aktivitäten aber auch in der Regulierung der Funktionsweise verschiedener weiterer Organe ein. Zahlreiche neurologische Dysfunktionen sind mit einer Fehlregulation dieses komplexen Netzwerks verbunden, weshalb das ECS immer mehr in den Fokus medizinischer Behandlungsansätze rückt.

Die aus Cannabispflanzen gewonnenen Phytocannabinoide, wie Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), können analog zu körpereigenen Cannabinoiden an CB1- und CB2-Rezeptoren binden und mögliche Fehlregulationen des ECS auffangen und ihnen entgegenwirken.

CB1-Rezeptoren kommen insbesondere im zentralen Nervensystem vor und zählen dort zu den häufigsten G-Protein gekoppelten Rezeptoren. Zusätzlich zum Nervensystem ist das ECS auch mit dem Immunsystem assoziiert. Hier spielen vor allem CB2-Rezeptoren eine wesentliche Rolle, die auf Immunzellen, wie T- und B-Lymphozyten und Makrophagen, sowie auf blutbildenden Zellen vorkommen.

Der generelle Wirkmechanismus des ECS im neuronalen Kontext besteht darin, die Neurotransmitteraktivität zu modulieren und überschießende Reaktionen zu reduzieren. Die hemmende Wirkung basiert dabei auf der Aktivierung der Cannabinoid-Rezeptoren auf den Nervenzellen durch Bindung der Endocannabinoide. Endocannabinoide werden im Gegensatz zu den meisten anderen Neurotransmittern nicht akut von der vorangeschalteten präsynaptischen Nervenzelle, sondern permanent von der nachgeschalteten postsynaptischen Nervenzelle produziert.

Ist die Konzentration anderer Neurotransmitter im synaptischen Spalt zwischen zwei Nervenzellen besonders hoch, werden Endocannabinoide verstärkt an der Postsynapse gebildet und in den synaptischen Spalt abgegeben. An der Präsynapse binden sie an die dort exprimierten Cannabinoid-Rezeptoren, welche daraufhin aktiviert werden und eine Signalkaskade auslösen, die die übermäßige Neurotransmitteraktivität auf präsynaptischer Seite reduziert (retrograde Hemmung).

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse konnten belegen, dass Endocannabinoide über die sogenannte Darm-Hirn-Achse auch auf unseren Verdauungstrakt wirken. Diese Interaktion führt dazu, dass das ECS auch einen entscheidenden Einfluss auf die Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen ausübt.

Die vollständige Aufklärung der genauen Funktionsweise des ECS ist aktuell Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Jedoch erweist sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt das ECS und damit die medizinische Anwendung von Phytocannabinoiden als ein vielversprechendes Ziel neuartiger Therapieansätze für verschiedenste neuronale und chronische Erkrankungen.

INHALTS- UND WIRKSTOFFE

Cannabis sativa L. akkumuliert ihre charakteristischen Inhaltsstoffe wie Terpene und Cannabinoide nicht in intrazellulären Vakuolen (mit Zellsaft gefüllte Zellorganellen), sondern in feinen Drüsenhaaren, den sogenannten Trichomen. Diese kommen in besonders hoher Dichte auf den Blüten weiblicher Cannabis-Pflanzen vor.

Terpene

Terpene sind flüchtige Kohlenwasserstoffe und bilden die größte Gruppe organischer Verbindungen in Pflanzen. Sie bestimmen den charakteristischen Geruch und Geschmack einer Pflanze und sind daher die wichtigste Komponente in ätherischen Ölen. Für Cannabis sind mittlerweile über 200 Terpene beschrieben.

Dementsprechend groß ist die Vielfalt an unterschiedlichen Aromen aber auch an verschiedenen pharmakologischen Wirkungsmöglichkeiten. Die individuelle Zusammensetzung der Terpene, auch Terpen-Profil genannt, trägt zum charakteristischen Chemotyp der jeweiligen Cannabissorte bei.

Phytocannabinoide

Bei Phytocannabinoiden handelt es sich um bioaktive pflanzliche Stoffe, die in verschiedenen Blütenpflanzen, aber auch in Pilzen vorkommen. Über 100 Cannabinoide sind bislang für die Cannabispflanze bekannt.

Cannabinoide bilden sich aus ihren jeweiligen Vorstufen, den Cannabinoid-Säuren, die in hoher Konzentration in frisch geschnittenem Pflanzengewebe vorkommen. Durch Decarboxylierung entstehen aus den Cannabinoid-Säuren die aktiven Cannabinoide. Diese Metabolisierung wird dabei z.B. durch Faktoren wie UV-Licht, Hitze (etwa beim Rauchen oder Verdampfen), oder längere Lagerung induziert.

Δ9-THC

Δ9-THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol, THC) ist das wohl bekannteste Phytocannabinoid und ist für die psychotrope Wirkung von Cannabis sativa L. verantwortlich. THC ist ein partieller Agonist von sowohl CB1- als auch von CB2-Rezeptoren. Dies bedeutet, dass durch die Bindung von THC an diese Rezeptoren, bevorzugt an die CB1-Rezeptoren, ein aktivierendes Signal ausgelöst wird, welches schlussendlich für die psychoaktive Wirkung dieses Phytocannabinoids verantwortlich ist. Aus wissenschaftlicher Sicht ist THC das wohl am umfangreichsten erforschte Phytocannabinoid. Insbesondere seine schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften sind im Kontext zahlreicher akuter sowie chronischer Erkrankungen gut dokumentiert.

CBD

CBD (Cannabidiol) ist der bekannteste Vertreter der nicht-psychotropen Phytocannabinoide der Cannabispflanze. CBD wirkt als Antagonist endogener Cannabinoid-Rezeptoren. Dies bedeutet, dass CBD an CB1- und CB2-Rezeptoren bindet und sie dadurch blockiert. Auch wenn diese Bindung an die Rezeptoren mit vergleichsweise niedriger Affinität erfolgt, verleiht dieser hemmende Wirkmechanismus CBD die Eigenschaft, einige unerwünschte Nebeneffekte von THC zu mildern. Prä-klinische Studien belegen insbesondere die anti-inflammatorischen (entzündungshemmenden) Eigenschaften dieses Phytocannabinoids. Weiterführende Untersuchungen ergänzen diese um mögliche immunsuppressive (Immunantwort unterdrückende) und neuroprotektive (Nerven schützende) Merkmale.

CBG

CBG (Cannabigerol) ist ein weiteres nicht-psychoaktives Cannabinoid, welches in größeren Mengen vor allem in Cannabis-Pflanzen mit niedrigem THC-Gehalt vorkommt. Es ist ein partieller Agonist von CB1- und CB2-Rezeptoren und bindet an diese mit niedriger Affinität. Zusätzlich zu seinen entzündungshemmenden Eigenschaften wird CBG eine anti-depressive Wirkung zugeschrieben. Vielversprechende Daten, die in Tiermodellen erhoben wurden, deuten zudem auf eine antibakterielle Wirkung von CBG hin.

CBC

CBC (Cannabichromen) zählt ebenfalls zu den nicht-psychoaktiven Cannabinoiden. Neben den schmerzlindernden, sedativen und anti-inflammatorischen (entzündungshemmenden) Eigenschaften weist CBC, ähnlich wie CBG, als ein vielversprechendes anti-mikrobielles Potential auf. Initiale Studien zeigen zudem vielsprechende Ergebnisse, dass CBC womöglich eine hemme Wirkung auf das Wachstum von Tumoren ausüben kann, weshalb es besonders in der Krebsforschung auf immer mehr Beachtung stößt.

CBN

CBN (Cannabinol) kommt in frischem Cannabis nur in geringer Menge vor, da es ein Produkt der THC-Oxidation ist. Zu dieser Reaktion kommt es vor allem dann, wenn THC Sauerstoff, Hitze oder Licht über längeren Zeitraum ausgesetzt ist. CBN zeichnet sich neben den allgemein Entzündungs- und Schmerz-lindernden Eigenschaften vor allem durch eine sedative Wirkung aus.

Δ9-THCV

Δ9-THCV (Δ9-Tetrahydrocannabivarin, THCV) ist ein Propyl-Analogon von THC. THCV kann ebenfalls an CB1- und CB2-Rezeptoren binden. Für CB2-Rezeptoren ist es als partieller Agonist mit aktivierender Wirkung beschrieben. An CB1-Rezeptoren induziert die Bindung in Abhängigkeit von der Konzentration jedoch unterschiedliche Signale: In niedrigen Konzentrationen wirkt THCV als Antagonist und hat eine blockierende Wirkung. Höhere Konzentration lösen jedoch aktivierende Signale aus. Dies hat zur Folge, dass THCV in höheren Konzentrationen ähnlich wie THC eine psychotrope Wirkung hat. In geringen Mengen reduziert es hingegen die psychoaktive Wirkung von THC. Verschiedene Studien lassen auf entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften von THCV schließen.

Verschiedene prä-klinische Studien liefern Hinweise, dass sich Cannabinoide untereinander aber auch in Kombination mit anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Terpenen in ihrer biologischen Aktivität verstärken. Dieses Prinzip wird als Entourage- oder auch Synergie-Effekt bezeichnet.

Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit der Cannabinoide

Der Begriff Pharmakokinetik beschreibt die Gesamtheit aller Prozesse im Körper, denen ein Arzneimittel ausgesetzt ist: Beginnend bei der Aufnahme (Resorption) umfasst sie die Verteilung im Körper (Distribution), die Verstoffwechslung (Metabolisierung) sowie schließlich die Ausscheidung (Exkretion).

Die Art der Einnahme des Medikaments entscheidet dabei maßgeblich über die Pharmakokinetik und damit schließlich auch über die Verfügbarkeit der Wirkstoffe im Körper (Bioverfügbarkeit).

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